Wenn Rückenschmerzen aus dem Hüftgelenk kommen
Einem 28-jährigen Bahnarbeiter, der unter belastungsabhängigen Rückenschmerzen leidet, wird wegen einer in der MRI-Untersuchung festgestellten Bandscheibenveränderung mit angeblicher Instabilität eine Versteifungsoperation empfohlen.
Anlässlich einer Zweitmeinung bei POLYMEDES wird aufgrund des klinischen Befundes der Verdacht einer Hüftgelenkfunktionsstörung erhoben. Obwohl radiologisch keine Hüftgelenkveränderung nachgewiesen werden kann, wird unter Durchleuchtung künstliche Gelenkschmiere (Hyaluronsäure) in das Gelenk eingespritzt und eine Funktionelle Ergonomische Beratung durchgeführt. Dies führt ohne Operation zu einer raschen Schmerzfreiheit des Patienten!
Schlussfolgerung: Radiologischen Untersuchungen darf nicht blind vertraut werden. Häufig genug werden Bilder operiert statt Patienten behandelt.
Schmerzen lassen sich im Röntgenbild nicht nachweisen, denn
- einerseits sind Veränderungen im Röntgenbild nicht zwingend mit Schmerzen verbunden,
- andererseits schliesst ein normales Röntgenbild die Schmerzursache nicht aus. Hier kann nur eine gezielte diagnostisch-therapeutische Intervention Klarheit schaffen.
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